
Saison der Schlosskonzerte mit Gerlint Böttcher und Benjamin Bruns eröffnet
Achimer Kurier, Ilse Walther
Die junge Pianistin aus Berlin erlebte man als eine Künstlerin, die durch großes Können und eine sehr bestimmte Art der musikalischen Interpretation, kraftvoll wie sensibel, fein durchdacht in Phrasierung und Ausdruck, auffiel. Sie spielte…die Variationen KV 265 von W.A. Mozart über das französische Volkslied „Ah, vous dirai-je, Maman“….Sie stellte das ganz schlicht gesetzte Thema wunderbar klangvoll vor und gestaltete die verschiedenen Variationen in spielerischer Geläufigkeit, wobei sie immer das Liedthema sehr deutlich hervorhob. Es wurde virtuos wie köstlich, auch groß und dramatisch umspielt, in der Moll-Variation klang eine feine Wehmut durch. Brillant war das bravouröse Finale. Beeindruckend war die Wiedergabe der Klaviersonate Es-Dur op.31/3 von L.v. Beethoven. Liebenswert weich und schlicht musizierte Böttcher das Menuetto mit dem getupften wie markanten Trio, das turbulente Presto con fuoco stürmte mit elementarer Gewalt bis zum Finale. Fließend filigran, aber auch tänzerisch bestimmt in kleinen Figuren bot sie das Impromptus Nr.2 Es-Dur aus op. 90 von Franz Schubert und in großer erzählerischer Stärke die Ballade g-Moll op.25 von F. Chopin.“