Gerlint Böttcher

Biografie

Gerlint Böttcher ist Gast auf vielen Konzertbühnen Europas, Amerikas, Asiens und des Nahen Ostens und konzertiert als Solistin renommierter Orchester wie des Konzerthausorchesters Berlin, der Berliner Symphoniker, des Philharmonischen Orchesters Ryazan/Russland, des Philharmonischen Staatsorchesters Halle und des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt/Oder unter Dirigenten wie Sergey Oselkow, Heribert Beissel, Timo Handschuh und Nicholas Milton.

 

„Von atemberaubender Klasse und Dynamik“ sei ihr Spiel, von „zerbrechlicher Emotionalität“ und „von einer erregten Sensibilität“. „Gerlint Böttcher…darf von sich behaupten, einen eigenen Bartók-Ton gefunden zu haben…. Respekt einem Konservatorium, das solche Solisten hervorbringt“, schreibt Roman Hinke im Berliner Tagesspiegel über ihre Interpretation des dritten Klavierkonzerts von Béla Bartók mit dem Konzerthausorchester Berlin im Konzerthaus am Gendarmenmarkt. „Es sind die Klänge und Ideen hinter den Noten, die bei Gerlint Böttcher zum Leben erweckt werden“, schreibt „klassik.com“.

 

In Zusammenarbeit mit dem MDR machte sie mit einer vielbeachteten CD-Ersteinspielung die Rhapsodien des wenig bekannten tschechischen Komponisten Jan Vaclav Voříšek der Öffentlichkeit zugänglich und gilt seitdem als Voříšek-Interpretin, die mit „blitzender Virtuosität den Rhapsodien einen unvergleichlichen Zauber verleiht“; „mit einer Empathie, die am Innersten rührt“. Weitere CDs mit Solowerken von Liszt, Mendelssohn, Ravel, Prokofjew und Schubert sind u.a. bei ars musici erschienen. Mit dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim entstanden Aufnahmen der Klavierkonzerte von Schostakowitsch, Beethoven und Mendelssohn Bartholdy im Rahmen der Bad Homburger Schlosskonzerte und der Schlosskonzerte Königs Wusterhausen. Sie konzertiert mit dem Kontrabassensemble Bassiona Amorosa und dem Percussion-Duo DoubleBeats. Zahlreich sind die Produktionen und Live-Übertragungen nationaler und internationaler Fernseh- und Rundfunkanstalten.

 

So wurden ein Recital im Rahmen ihrer Konzerttournee durch den Libanon im Fernsehen sowie ihre Interpretation des ersten Klavierkonzerts von Schostakowitsch in Gera im Deutschlandradio übertragen. Dieser Auftritt wurde Thema der Fernsehdokumentation „Musik ohne Glamour“ des rbb. Er befasste sich mit den Hintergründen und der intensiven Vorbereitungsphase dieses Auftritts und wird international ausgestrahlt.

Weitere Höhepunkte waren ihre Auftritte beim ersten „Deutsch-Russischen PianoArtFestival“ in Ryazan/Russland im Rahmen des Deutschlandjahres 2012/13 unter der Federführung des Goethe-Instituts. Sie sorgte für das musikalische Rahmenprogramm des TakeOff Award im Holiday Inn Berlin Airport, gestaltete musikalisch eine Lesung mit Iris Berben und die Vorstellung der Angela-Merkel-Biografie „Die Zauderkünstlerin“ von Nicolaus Blome in Berlin. Am 9. November 2009 übernahm Gerlint Böttcher die musikalische Gestaltung der Verleihung des Europapreises der Deutschen Gesellschaft e.V. an Hans-Dietrich Genscher aus Anlass des 20. Jahrestages des Falls der Berliner Mauer. 
Gerlint Böttcher gibt internationale Meisterkurse und ist gefragte Jurorin internationaler Klavierwettbewerbe, z. B. des internationalen „Mendelssohn Piano Competition 2018“ in China.

 

Zu ihren Auszeichnungen zählen der erste Preis beim Internationalen Kammermusikwettbewerb „Isola di Capri“/Italien; der zweite Preis beim Internationalen Musikwettbewerb in Tortona/Italien; ein Diplom beim Internationalen Klavierwettbewerb „Maria Canals“ in Barcelona/Spanien; eine Medaille und ein Diplom beim Internationalen Klavierwettbewerb in Cava de‘Tirreni/Italien und die Förderung durch die Gotthard-Schierse-Stiftung Berlin.

 

Seit ihrem fünften Lebensjahr spielt Gerlint Böttcher Klavier, 15-jährig debütierte sie in ihrer Geburtsstadt Frankfurt/Oder als Solistin des Philharmonischen Orchesters mit dem Konzertstück f-Moll von Carl-Maria von Weber. Zugleich begann ihre Ausbildung an der Berliner Musikhochschule „Hanns Eisler“ bei Prof. Renate Schorler. Ihr Studium beendete sie mit dem Konzertexamen mit „Auszeichnung“. Nachhaltig geprägt wurde sie durch die Professoren Georg Sava, Rudolf Kehrer, Bernard Ringeissen, György Sebok und Michael Wosskresensky.

 

In der Saison 2020/21 stehen neben zahlreichen solistischen Auftritten Konzerte im Libanon, eine Einladung nach Bayreuth ins Haus Wahnfried in Kooperation mit den Bayreuther Festspielen zusammen mit dem Schauspieler Hans-Jürgen Schatz und Konzerte mit den Echo-Klassik-Preisträgern Bassiona Amorosa auf dem Programm.

 

Neben ihrer regen Konzerttätigkeit lehrt die Pianistin an der Berliner Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ und ist Gründerin und künstlerische Leiterin der Schlosskonzerte Königs Wusterhausen.